In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du deine Website migrierst, worauf du bei einem Domainwechsel achten musst und wie du deine WordPress-Website umziehen kannst, ohne graue Haare zu bekommen.
Was bedeutet ein Website Umzug überhaupt?
Im Grunde ist ein digitaler Umzug gar nicht so anders als ein realer Umzug in eine neue Wohnung. Deine Website besteht im Wesentlichen aus zwei Dingen:
- Den Dateien: Das sind deine Bilder, Texte, Plugins und Layouts (die Möbel).
- Der Datenbank: Hier werden alle Einstellungen, Blogbeiträge und Kommentare verwaltet (das Organisationssystem).
Wenn du deine Website migrieren möchtest, packst du diese beiden Elemente ein und lädst sie bei deinem neuen Anbieter (dem neuen Vermieter) wieder hoch.
Der Sonderfall: Domainwechsel – Das musst du beachten
Manchmal ziehst du nicht nur auf einen neuen Server um, sondern änderst auch deine Internetadresse (z. B. von meine-alte-seite.de zu meine-neue-seite.de). Ein solcher Domainwechsel erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, damit Google und deine Besucher dich wiederfinden.
Wenn du eine Domain umziehen oder ändern willst, sind zwei Dinge entscheidend:
- Die 301-Weiterleitung: Das ist der digitale Nachsendeauftrag. Sie sagt Suchmaschinen und Nutzern, dass deine Inhalte dauerhaft umgezogen sind. Ohne diese Weiterleitung verlierst du deine wertvollen Google-Rankings.
- Die Erreichbarkeit: Lass die alte Domain so lange wie möglich parallel laufen, damit die Weiterleitungen aktiv bleiben und Google Zeit hat, den Wechsel zu verarbeiten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So ziehst du deine WordPress-Website manuell um
Da WordPress das weltweit beliebteste System ist, schauen wir uns den Umzug hier genauer an. Wenn du deine WordPress-Website umziehen möchtest, folge einfach diesen vier Schritten.
Schritt 1: Das vollständige WordPress Backup
Bevor du auch nur einen Klick machst: Sichere deine Daten! Ein aktuelles WordPress Backup ist deine Lebensversicherung. Falls etwas schiefgeht, kannst du den alten Zustand jederzeit wiederherstellen.
- Logge dich per FTP (z. B. mit dem kostenlosen Tool FileZilla) auf deinen alten Server ein und lade alle Dateien auf deinen Computer herunter.
- Gehe in das Kundenmenü deines alten Hosters, öffne die Datenbankverwaltung (phpMyAdmin) und exportiere deine Datenbank als .sql-Datei.
Schritt 2: Die Daten auf den neuen Server übertragen
Jetzt richtest du dein neues „Zuhause“ ein.
- Erstelle bei deinem neuen Hoster eine frische, leere Datenbank und notiere dir die Zugangsdaten (Datenbankname, Nutzername, Passwort).
- Verbinde dich per FTP mit dem neuen Server und lade alle WordPress-Dateien hoch, die du in Schritt 1 auf deinem Computer gespeichert hast.
- Öffne das phpMyAdmin des neuen Hosters und importiere deine alte .sql-Datenbankdatei in die neu angelegte Datenbank.
Schritt 3: Die Datei „wp-config.php“ anpassen
Deine Website-Dateien wissen aktuell noch nicht, wo die neue Datenbank liegt. Das müssen wir ihnen sagen.
- Suche im Hauptverzeichnis deiner WordPress-Dateien auf dem neuen Server die Datei wp-config.php.
- Öffne sie mit einem Texteditor und trage dort die neuen Datenbank-Zugangsdaten ein, die du in Schritt 2 notiert hast.
Schritt 4: Die URLs anpassen (Wichtig bei Domainwechsel!)
Bleibt deine Domain gleich, bist du fast fertig. Hast du jedoch einen Domainwechsel durchgeführt, steht in der Datenbank noch die alte Adresse. Um das zu korrigieren, nutzt du am besten ein kostenloses Tool wie „Better Search Replace“. Damit tauschst du in der neuen Datenbank einfach alle alten URLs gegen die neuen aus.
WordPress-Umzug mit Plugins: Die bequeme Alternative
Wenn dir der manuelle Weg über FTP und Datenbanken zu technisch ist, gibt es gute Nachrichten: Es geht auch einfacher! Es gibt großartige Plugins, die dir fast die gesamte Arbeit abnehmen.
Die bekanntesten Tools sind:
- Duplicator: Dieses Plugin packt deine gesamte Website in eine einzige Archivdatei. Du lädst diese Datei und eine Installations-Datei auf den neuen Server, rufst sie im Browser auf und folgst dem Assistenten.
- All-in-One WP Migration: Extrem einsteigerfreundlich. Du installierst WordPress auf dem neuen Server, installierst das Plugin auf beiden Seiten und exportierst/importierst deine Daten mit wenigen Klicks.
Nach dem Umzug: Die wichtigsten Checkpunkte
Herzlichen Glückwunsch, deine Website läuft auf dem neuen Server! Damit auch wirklich alles perfekt funktioniert, solltest du folgende Punkte prüfen:
- Permalinks neu speichern: Gehe im WordPress-Dashboard auf Einstellungen > Permalinks und klicke einfach einmal auf „Änderungen speichern“. Das repariert oft fehlerhafte Verlinkungen.
- Testen, testen, testen: Klicke dich durch deine Menüs, teste Kontaktformulare und schaue nach, ob alle Bilder korrekt geladen werden.
- Google Search Console aktualisieren: Wenn du einen Domainwechsel gemacht hast, informiere Google in der Search Console über die Adressänderung.
Fazit: Keine Angst vor dem Website Umzug!
Ein Website Umzug erfordert Konzentration und eine klare Struktur, ist aber absolut machbar. Egal, ob du manuell umziehst, ein Plugin nutzt oder zusätzlich eine Domain umziehen musst: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem guten Backup und der nötigen Ruhe.
Du planst gerade einen Umzug deiner Website und fühlst dich unsicher? Oder suchst du nach Unterstützung, damit im Hintergrund alles reibungslos läuft? Schreib mir einfach eine Nachricht – ich helfe dir gerne dabei, dein Projekt sicher ins neue digitale Zuhause zu bringen!