Ein Mann in blauem Pullover sitzt an einem modernen weißen Schreibtisch und arrangiert bunte Bausteine, während um ihn herum schwebende digitale Benutzeroberflächen und Diagramme in einem hellen, futuristischen Büro zu sehen sind.

Der Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen (& wie du den Gutenberg-Editor meisterst) – WordPress für Anfänger

Du hast die ersten Schritte geschafft, WordPress ist installiert und das Grundgerüst steht. Mega! Aber jetzt stehst du im Dashboard und fragst dich: „Soll ich mein neues Thema als ‚Seite‘ oder als ‚Beitrag‘ anlegen?“ Und was hat es eigentlich mit diesem berühmt-berüchtigten Block-Editor auf sich?

Inhalt

Keine Sorge, das ging am Anfang jedem von uns so. In diesem dritten Teil meiner WordPress-Reihe bringe ich Licht ins Dunkel. Du erfährst genau, wann du welches Format nutzt und wie du mit dem Gutenberg-Editor im Handumdrehen wunderschöne Inhalte zauberst.

Seiten vs. Beiträge: Wo liegt der Unterschied?

WordPress unterscheidet strikt zwischen statischen und dynamischen Inhalten. Wenn du diesen Unterschied einmal verstanden hast, baut sich deine Website fast wie von selbst.

Wann nutzt du eine WordPress-Seite?

Seiten sind für die statischen Inhalte deiner Website gedacht. Das sind Informationen, die zeitlos sind und sich nur selten ändern. Sie tauchen normalerweise nicht in deinem Blog-Feed auf, sondern werden fest in dein Menü eingebunden.

Typische Beispiele für Seiten:

  • Startseite (Homepage): Das digitale Aushängeschild deines Business.
  • Über mich / Über uns: Hier erzählst du deine Geschichte.
  • Kontakt: Wie man dich erreichen kann.
  • Impressum & Datenschutz: Rechtlich notwendige, feste Seiten.

Wann nutzt du einen WordPress-Beitrag?

Beiträge sind für die dynamischen Inhalte da. Wenn du einen Blogartikel, News oder regelmäßige Updates veröffentlichst, ist der „Beitrag“ die richtige Wahl. Beiträge sind chronologisch sortiert (der neueste steht oben) und zeigen ein Veröffentlichungsdatum sowie meistens einen Autorennamen an.

Typische Beispiele für Beiträge:

  • Blogartikel (wie dieser hier!)
  • Aktuelle News oder Unternehmens-Updates
  • Podcast-Episoden oder Rezepte

Kurzmerker: Seiten bilden das feste Fundament deiner Website. Beiträge sind das fließende Wasser, das deine Website regelmäßig mit frischem Content belebt.

Der Gutenberg-Editor: Inhalte per Drag-and-Drop erstellen

Jetzt wird es kreativ! Der Gutenberg-Editor (auch oft einfach WordPress Block-Editor genannt) ist das Werkzeug, mit dem du deine Texte und Bilder zum Leben erweckst. Vergiss komplizierten Code – hier funktioniert alles nach dem Baukasten-Prinzip.

So funktioniert der WordPress Block-Editor

Jedes Element auf deiner Seite ist ein eigener „Block“. Egal ob eine Überschrift, ein Absatz oder ein Bild – du kannst jeden Block individuell anpassen und verschieben.

  1. Einen neuen Block hinzufügen: Klicke einfach auf das „+“-Symbol oben links oder direkt im Editor.
  2. Die wichtigsten Blöcke für den Start:
  • Absatz: Für deinen normalen Fließtext.
  • Überschrift: Um deinen Text strukturiert in H2- und H3-Abschnitte zu unterteilen.
  • Bild: Zum Hochladen von Fotos oder Grafiken.
  • Liste: Für Aufzählungen (so wie diese hier).

  1. Anordnung per Drag-and-Drop: Wenn du mit der Maus über einen Block fährst, siehst du auf der linken Seite ein kleines Symbol mit sechs Punkten. Klicke darauf, halte die Maustaste gedrückt und ziehe den Block genau dorthin, wo du ihn haben willst. Alternativ kannst du auch die Pfeiltasten (hoch/runter) nutzen.

Tipp: Auf der rechten Seite des Bildschirms öffnet sich immer eine Einstellungsleiste für den Block, den du gerade ausgewählt hast. Hier kannst du Schriftgrößen ändern, Hintergrundfarben anpassen oder Abstände definieren.

Ordnung muss sein: Kategorien und Schlagwörter sinnvoll einsetzen

Damit deine Leser (und auch Google!) sich auf deinem Blog zurechtfinden, solltest du deine Beiträge strukturieren. Dafür bietet dir WordPress zwei wunderbare Werkzeuge in der rechten Seitenleiste: Kategorien und Schlagwörter (Tags). Hier ist die goldene Regel, wie du sie richtig nutzt:

1. Kategorien (Die Schubladen)

Kategorien sind die Hauptthemen deines Blogs. Sie sind hierarchisch aufgebaut (es kann also Unterkategorien geben). Jeder Beitrag sollte in mindestens eine, maximal aber in zwei Kategorien passen.

  • Beispiel für einen Food-Blog: „Rezepte“, „Küchentipps“, „Ernährungswissen“.

2. Schlagwörter / Tags (Der Index)

Schlagwörter sind wie das Stichwortverzeichnis ganz hinten in einem Fachbuch. Sie beschreiben ganz gezielt und im Detail, worum es in dem einzelnen Beitrag geht. Ein Beitrag kann ruhig 3 bis 5 Tags haben.

  • Beispiel für das Rezept von oben: „vegan“, „schnell“, „Pasta“, „Avocado“.

FeatureKategorienSchlagwörter (Tags)
BedeutungGrobe Hauptthemen (Schubladen)Spezifische Details (Stichworte)
Pflicht?Ja (sonst landet es in „Unkategorisiert“)Optional
HierarchieJa (Unterkategorien möglich)Nein (flache Struktur)

Fazit: Deine Website, deine Struktur

Jetzt weißt du genau, wie du den Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen für dich nutzt und wie du mit dem Gutenberg-Editor ohne Programmierkenntnisse Layouts erstellst. Mit der richtigen Struktur aus Kategorien und Schlagwörtern steht einer benutzerfreundlichen Website nichts mehr im Weg! Im nächsten Teil kümmern wir uns um das Aussehen deiner Website.

Willst du ein Projekt mit mir starten?

Könnte dir auch gefallen

Isometrische 3D-Illustration: leuchtender Leuchtturm mit WordPress-Logo, per Neonlinien mit Chips und Icons verbunden.
WordPress im Fediverse: So vernetzt du deinen Blog ganz einfach mit Mastodon & Co.
Hast du dich schon mal gefragt, wie du deine Blogbeiträge direkt an Menschen auf Mastodon oder anderen dezentralen Plattformen ausspielen kannst – ganz ohne manuelle Social-Media-Posts oder Drittanbieter-Tools? Die Antwort lautet: ActivityPub.
Leuchtender Diamant mit Lichtströmen, transparenten Zahnrädern, @-Symbol und holografischen Bildschirmen in blauem Hightech-Raum.
Gemini verabschiedet sich von Gems: Jetzt gibt es Skills!
Im November steht bei Googles KI-Plattform Gemini ein spürbarer Umbruch an: Die vertrauten Gems verschwinden und machen Platz für ein neues Konzept namens Skills Wer Gemini täglich für Arbeit, Content-Erstellung oder Recherchen nutzt, kennt die bisherige Routine mit Gems gut. Doch wie schlägt sich die neue Generation im direkten Praxiseinsatz? Ein Blick auf den aktuellen Umstieg, die neuen Vorzüge und die Punkte, an denen noch nachgebessert werden muss.
Bärtiger Mann am Holztisch mit zwei Monitoren: Website-Portfolio und Social-Media-Symbole; Pflanze, Notizbuch, helle Fenster.
Musst du wirklich überall sein? Warum weniger Plattformen mehr bringen
Instagram, TikTok, LinkedIn, Behance, Dribbble, Upwork, Threads … die Liste an Netzwerken, auf denen du heute ein Profil anlegen kannst, nimmt kein Ende. Überall suggerieren man dir: „Wer nicht sichtbar ist, existiert nicht.“
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner