Muss ein Entwurf bezahlt werden, auch wenn er nicht gefällt?

Du hast Stunden, Tage, vielleicht sogar Wochen in die Entwicklung eines Designs gesteckt, präsentierst es voller Stolz dem Kunden – und dann kommt's: "Gefällt mir nicht." Frustration macht sich breit, und die Frage nach der Bezahlung steht im Raum. Doch keine Sorge, die Rechtslage ist in diesem Fall relativ klar.

Inhalt

Grundsätzlich gilt: Ja, ein Entwurf muss bezahlt werden, auch wenn er dem Kunden nicht gefällt. Warum?

  • Du hast eine Leistung erbracht: Als Designer verkaufst du nicht das finale Produkt, sondern deine kreative Leistung, deine Expertise und die Zeit, die du investierst. Der Entwurf ist das Ergebnis dieser Leistung und somit vergütungspflichtig.
  • Der Entwurf ist eine Entscheidungshilfe: Der Entwurf dient dem Kunden als Grundlage, um zu entscheiden, ob deine Designlösung seinen Vorstellungen entspricht und ob er das Projekt mit dir weiterführen möchte.
  • Vertragsgrundlage: In der Regel schließt du mit deinem Kunden einen Vertrag ab, in dem die Leistungen und die Vergütung geregelt sind. Auch wenn der Entwurf nicht explizit erwähnt wird, ist er Bestandteil deiner Arbeit und somit im vereinbarten Honorar enthalten.

Was kannst du tun, um Missverständnisse zu vermeiden?

  • Klare Kommunikation: Sprich im Vorfeld offen mit deinem Kunden über den Ablauf des Projekts, die Anzahl der Entwürfe und die Kosten.
  • Schriftliche Vereinbarungen: Halte alle wichtigen Punkte in einem Vertrag fest, um spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.
  • Präsentation der Entwürfe: Erkläre dem Kunden deine Designentscheidungen und die zugrunde liegende Konzeption. So zeigst du, dass du seine Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt hast.
  • Feedback einholen: Gib dem Kunden die Möglichkeit, Feedback zu geben und Änderungswünsche zu äußern. So kannst du den Entwurf optimieren und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass er am Ende zufrieden ist.
  • Teilzahlungen vereinbaren: Um das finanzielle Risiko zu minimieren, kannst du mit dem Kunden Teilzahlungen vereinbaren, z.B. eine Anzahlung bei Auftragserteilung und eine weitere Rate nach Präsentation des Entwurfs.

Willst du ein Projekt mit mir starten?

Könnte dir auch gefallen

Eine Illustration zeigt einen Mann mit Brille, der an einem Holzschreibtisch vor einem Laptop sitzt. Um ihn herum schweben stilisierte Dokumente und Briefumschläge, die digitale Kommunikation symbolisieren. Der helle Raum ist mit großen Fenstern und mehreren Zimmerpflanzen eingerichtet.
Unabhängiges Publizieren: Wie sinnvoll ist der Start auf Substack?
Seit über einem Jahr nutze ich Substack – in den letzten Monaten besonders aktiv und intensiv für meine eigenen Publikationen. Diese Zeit hat mir wertvolle Einblicke und Praxiserfahrungen eingebracht, sowohl aus der Perspektive eines neugierigen Lesers als auch aus der eines schaffenden Creators.
Futuristische WordPress-Struktur in blauem Licht auf stürmischer See, umgeben von einem leuchtenden Schild und roten Explosionen.
WordPress Sicherheit: Warum das Bashing nervt und wie du deine Website wirklich schützt
Scrollst du auf LinkedIn oder Twitter durch deinen Feed, stolperst du früher oder später über denselben Post: „WordPress ist veraltet, ständig unsicher und wird dauernd gehackt – wechsel lieber zu Webflow, Wix oder Squarespace!“
Eine digitale Illustration zeigt den Datenfluss von einem verrosteten Server mit der Aufschrift "LEGACY SERVER" zu einem modernen, leuchtenden "CLOUD DATA CENTER". Dazwischen sind WordPress-Logos und schematische Darstellungen von Webseiten zu sehen, die den Migrationprozess visualisieren.
WordPress Umzugsservice: So zieht deine Website sicher und ohne Ausfallzeit um
Kennst du das Gefühl? Deine Website lädt zäh wie Kaugummi, der Kundensupport deines Hosters lässt dich im Regen stehen oder die Kosten steigen kontinuierlich, ohne dass die Leistung stimmt. Eine langsame oder unzuverlässige Website kostet dich nicht nur Nerven, sondern vor allem potenzielle Kunden und wertvolle Google-Rankings.
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner