Eine Frau und ein Mann sitzen an einem hellen Holzschreibtisch in einem modernen Büro und betrachten gemeinsam ein Tablet, auf dem ein Dokument mit dem Titel „A-form“ und Wireframe-Skizzen zu sehen sind.

Klarheit schafft Design: So briefst du deinen Grafikdesigner erfolgreich

Die Zusammenarbeit mit einem Grafikdesigner kann dein Unternehmen auf ein völlig neues visuelles Level heben. Doch wie sorgt man dafür, dass am Ende auch wirklich das herauskommt, was man sich vorgestellt hat? Der absolute Schlüssel zu einem erfolgreichen Projekt liegt oft in einem klaren und präzisen Briefing.

Inhalt

Ein gutes Briefing stellt sicher, dass der Designer deine Vision versteht, die richtigen Entscheidungen trifft und du am Ende ein Ergebnis erhältst, das deine Erwartungen übertrifft. Wenn du also planst, ein kreatives Projekt zu starten, zeigt dir dieser Leitfaden Schritt für Schritt, wie du einen Grafikdesigner richtig briefst.

Die 6 Schritte zum perfekten Design-Briefing

1. Das Projekt vorstellen: Was soll gestaltet werden?

Am Anfang steht immer die Definition des konkreten Projekts. Es macht für die Vorbereitung einen großen Unterschied, was genau du benötigst. Geht es um ein neues Logodesign, eine komplette Website, gedruckte Flyer, Social-Media-Grafiken oder etwas ganz anderes?

Sei hierbei so spezifisch wie nur möglich. Um das Projekt optimal vorzustellen, solltest du im Briefing folgende Fragen beantworten:

  • Welche Art von Design benötigst du konkret?
  • Welchen genauen Umfang hat das Projekt (zum Beispiel die Anzahl der Seiten oder bestimmte Formate)?
  • Welche klaren Ziele möchtest du mit dem fertigen Design am Ende erreichen?

2. Dein Unternehmen und deine Marke: Wer bist du?

Ein Design kann nur dann perfekt funktionieren, wenn es zu dir passt. Der Designer muss dein Unternehmen und deine Marke tiefgehend verstehen, um eine maßgeschneiderte visuelle Identität zu entwickeln.

Teile deshalb von Anfang an wichtige Informationen über deine Werte, deine genaue Zielgruppe, deine Alleinstellungsmerkmale und deine bisherige visuelle Identität, falls diese schon existiert. Folgende Angaben helfen dem Designer besonders weiter:

  • Beschreibe dein Unternehmen kurz und knackig in wenigen Sätzen.
  • Wer genau bildet deine Zielgruppe ab (Achte hierbei auf Alter, Interessen und Ähnliches)?
  • Was sind die Kernbotschaften, die deine Marke transportieren möchte?
  • Besitzt du bereits ein festes Corporate Design mit vorgegebenen Farben und Schriften? Wenn ja, stelle diese Informationen unbedingt direkt zur Verfügung.

3. Der gewünschte Stil und die Inspiration: Wie soll es aussehen?

Geschmäcker sind verschieden, deshalb ist eine präzise Beschreibung des visuellen Stils unerlässlich. Nutze aussagekräftige Adjektive wie modern, klassisch, verspielt oder minimalistisch, um deine Richtung vorzugeben.

Zusätzlich hilft es dem Grafikdesigner enorm, wenn du konkrete Beispiele von Designs teilst, die dir gut gefallen oder die deiner Vorstellung bereits nahekommen. So bekommt er ein echtes Gefühl für deine ästhetischen Präferenzen. Folgende Aspekte solltest du im Design-Briefing ansprechen:

  • Welchen gestalterischen Stil bevorzugst du für das anstehende Projekt?
  • Gibt es bestimmte Marken oder existierende Designs, die dich inspirieren (reiche diese gerne als visuelle Beispiele ein)?
  • Gibt es Farben oder Formen, die du ausdrücklich bevorzugst oder vielleicht sogar komplett ablehnst?

4. Inhalt und Funktionalität: Was muss enthalten sein?

Ein schönes Design nützt nichts, wenn die Inhalte fehlen. Je nach Projekt musst du dem Designer spezifische Inhalte liefern und die gewünschte Funktionalität exakt erläutern – wie beispielsweise die Navigation bei einer Website.

Wichtige Angaben und Materialien, die du bereitstellen solltest, sind:

  • Welche konkreten Texte und Bilder sollen im finalen Design verwendet werden? Stelle diese Materialien idealerweise direkt gesammelt bereit.
  • Gibt es feste Elemente, die zwingend und unbedingt im Design enthalten sein müssen, wie etwa dein Logo oder bestimmte Kontaktdaten?
  • Welche speziellen Funktionalitäten sind für das Projekt gewünscht (zum Beispiel bei der Erstellung einer Website)?

5. Budget und Zeitrahmen: Was sind die Rahmenbedingungen?

Ein kreatives Projekt braucht feste Leitplanken. Kläre daher von Anfang an offen dein Budget und den gewünschten Zeitrahmen für das gesamte Projekt.

Das hilft dem Designer dabei, realistisch einzuschätzen, was innerhalb dieser Grenzen umsetzbar ist. Präzise Angaben sind an dieser Stelle entscheidend:

  • Welches Budget steht für das gesamte Projekt zur Verfügung?
  • Bis wann exakt benötigst du das fertige Design, und gibt es wichtige Deadlines für einzelne Zwischenschritte?

6. Feedback und Kommunikation: Wie soll die Zusammenarbeit aussehen?

Damit die Zusammenarbeit reibungslos verläuft, solltet ihr euch über den Kommunikationsweg einig sein. Erkläre im Vorfeld, wie du dir den Feedbackprozess vorstellst und auf welchen Wegen du am besten erreichbar bist. Eine offene und klare Kommunikation ist schließlich das Fundament für ein erfolgreiches Projekt.

Sprich die folgenden Punkte einfach direkt an:

  • Auf welche Art und Weise möchtest du dem Designer dein Feedback geben?
  • Wie oft möchtest du Updates zum aktuellen Zwischenstand erhalten?
  • Wie und wann bist du für dringende Rückfragen erreichbar?

Checkliste für dein Designer-Briefing

Nutze diese praktische Übersicht vor dem Projektstart, um zu prüfen, ob du an alle wichtigen Punkte gedacht hast:

  • [ ] Projektbeschreibung: Die genaue Art des Designs, der Umfang und die Ziele sind definiert.
  • [ ] Unternehmensinfos: Werte, Zielgruppe, Kernbotschaften und das bestehende Corporate Design liegen bereit.
  • [ ] Stil & Inspiration: Passende Adjektive, visuelle Beispiele sowie Farb- und Formvorlieben sind notiert.
  • [ ] Inhalt & Funktionalität: Alle Texte, Bilder, Muss-Elemente und gewünschten Funktionen sind zusammengestellt.
  • [ ] Budget & Zeitrahmen: Das verfügbare Budget und alle wichtigen Deadlines sind klar kommuniziert.
  • [ ] Feedback & Kommunikation: Der Ablauf für Feedback und die Erreichbarkeit stehen fest.

Fazit: Warum sich ein gutes Design-Briefing lohnt

Ein detailliertes und durchdachtes Briefing bildet die unverzichtbare Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Grafikdesigner. Nimm dir deshalb bewusst die Zeit, alle relevanten Informationen im Vorfeld sauber zu bündeln.

Je klarer du deine Vorstellungen und Erwartungen kommunizierst, desto besser kann der Designer diese in ein überzeugendes visuelles Ergebnis umsetzen. Auf diese Weise sparst du wertvolle Zeit, vermeidest unnötige Missverständnisse und erhältst am Ende ein Design, das dich wirklich rundum begeistert.

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