3D-Illustration: Ein lächelnder Mann mit Tablet steht vor einem riesigen Laptop in einer grünen Hügellandschaft. Der Bildschirm zeigt ein WordPress-Dashboard mit dem Titel „SICHTBARKEIT AKTIV“ und verschiedenen Diagrammen sowie Statistiken in Blau- und Gelbtönen.

Dein Guide durch das Dashboard – WordPress für Anfänger

Du hast WordPress frisch installiert? Herzlichen Glückwunsch! Der erste große Schritt zu deiner eigenen Website ist getan. Aber wenn du dich das erste Mal im WordPress Admin-Bereich anmeldest, kann die Freude schnell in leichte Überforderung umschlagen. Überall sind Boxen, Menüs und rote Benachrichtigungen.

Inhalt

Keine Panik! Das WordPress Dashboard sieht auf den ersten Blick wilder aus, als es ist. In diesem zweiten Teil meiner WordPress-Reihe nehmen wir dich an die Hand. Wir räumen das digitale Chaos auf und nehmen die wichtigsten WordPress Grundeinstellungen vor, damit du eine saubere Basis für dein Projekt hast.

Der erste Login: Willkommen in deiner Schaltzentrale

Sobald du deine Zugangsdaten eingegeben hast, landest du auf der Startseite des Admin-Bereichs: dem sogenannten Dashboard. Das ist deine persönliche Schaltzentrale. Von hier aus steuerst du in Zukunft alles – du schreibst Beiträge, lädst Bilder hoch und veränderst das Design.

Auf der linken Seite findest du die Hauptnavigation. Die wichtigsten Punkte für den Start sind:

  • Dashboard: Deine Übersicht mit aktuellen Updates von WordPress, Themes und Plugins.
  • Beiträge & Seiten: Hier entsteht dein eigentlicher Content.
  • Design: Der Ort, an dem du das Aussehen (Themes) deiner Website anpasst.
  • Plugins: Die Werkbank, um neue Funktionen zu installieren.

Ein kleiner Profi-Tipp für den Start: Die vielen Boxen auf der Startseite (wie „Auf einen Blick“ oder „WordPress-Veranstaltungen“) kannst du ganz einfach ausblenden. Klicke dazu ganz oben rechts auf den Reiter „Ansicht anpassen“ und nimm die Häkchen bei den Dingen weg, die du nicht brauchst. Schon sieht alles viel übersichtlicher aus!

Die wichtigsten WordPress Grundeinstellungen für den Start

Bevor du voller Elan loslegst und die ersten Texte tippst, müssen wir an zwei Stellschrauben drehen. Diese Schritte sind absolut essenziell für deine spätere Google-Platzierung und die Sicherheit deiner Website.

Standardmäßig sind die Webadressen bei WordPress nach einer frischen Installation nicht besonders schön. Sie sehen oft so aus: deine-website.de/?p=123. Weder deine Besucher noch Google können daraus lesen, worum es auf der Seite geht.

Das ändern wir sofort:

  1. Gehe im linken Menü auf Einstellungen > Permalinks.
  2. Wähle die Option „Beitragsname“ aus.
  3. Klicke unten auf „Änderungen speichern“.

Jetzt heißen deine Links in Zukunft ganz automatisch deine-website.de/name-des-beitrags. Das ist übersichtlich, professionell und perfekt für die Suchmaschinenoptimierung (SEO).

2. Die Sichtbarkeit für Suchmaschinen prüfen

Ein extrem wichtiger Punkt, den viele Anfänger übersehen: Du möchtest deine Website vermutlich in aller Ruhe aufbauen, ohne dass Google halbe Baustellen indexiert.

Schau unter Einstellungen > Lesen nach. Ganz unten findest du den Punkt „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“.

  • Während der Bauphase: Setze hier das Häkchen bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“.
  • Wichtig: Sobald deine Website fertig und bereit für die Welt ist, musst du dieses Häkchen unbedingt wieder entfernen! Sonst bleibst du bei Google unsichtbar.

Großputz: Standard-Plug-ins und Beispiel-Inhalte löschen

WordPress meint es gut und liefert bei jeder Neuinstallation ein paar Demo-Inhalte und Erweiterungen mit. Da wir aber eine schlanke, schnelle und sichere Website wollen, schmeißen wir den digitalen Ballast direkt über Bord.

Schritt 1: Beispiel-Beiträge und Seiten entfernen

Unter Beiträge > Alle Beiträge findest du den berühmten „Hallo Welt!“-Artikel. Fahre mit der Maus darüber, klicke auf „Papierkorb“ und leere anschließend den Papierkorb. Das Gleiche wiederholst du unter Seiten > Alle Seiten mit der dortigen Beispielseite.

Schritt 2: Unnötige Plug-ins löschen

Navigiere zu Plugins > Installierte Plugins. Hier stolperst du meistens über zwei Kandidaten:

  • Hello Dolly: Ein Plug-in, das Songtexte im Admin-Bereich anzeigt. Klingt nett, ist aber absolut nutzlos. Löschen!
  • Akismet Anti-Spam: Ein starkes Tool, das in Deutschland/der EU aufgrund der DSGVO datenschutzrechtlich allerdings schwer zu betreiben ist. Auch das kannst du vorerst deaktivieren und löschen.

Warum ist das Löschen wichtig? Jedes ungenutzte Plug-in und jedes alte Theme auf deiner Website ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko und kann deine Seite verlangsamen. Die goldene Regel bei WordPress lautet: So viele Plug-ins wie nötig, so wenige wie möglich.

Fazit: Deine Basis steht!

Herzlichen Glückwunsch, du hast den Admin-Bereich erfolgreich gezähmt! Dein WordPress Dashboard ist jetzt sauber aufgeräumt, deine URLs sind suchmaschinenfreundlich eingestellt und der digitale Müll ist entsorgt. Du hast nun das perfekte Fundament gegossen, um deine Website mit Leben zu füllen. Im nächsten Teil kümmern wir uns um die Struktur deiner Seite und klären, was eine Seite und was ein Beitrag ist. 

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