Doch halt! Bevor du deine Website live schalten kannst, stehen noch ein paar wichtige Hausaufgaben an. Keine Sorge, wir machen das zusammen. Damit dein großer Tag nicht von rechtlichen Abmahnungen oder technischen Fehlern überschattet wird, gehen wir heute die Themen Rechtssicherheit, Basis-Schutz und die Launch-Checkliste durch.
Hinweis: Ich bin kein Anwalt und dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Bitte konsultiere für rechtsverbindliche Informationen einen qualifizierten Rechtsanwalt.
Teil 1: Rechtliche Pflichten – Sicher ist sicher
In Deutschland und der EU gibt es strenge Regeln für Website-Betreiber. Das klingt erst einmal trocken, ist aber gar nicht so kompliziert, wenn man weiß, worauf es ankommt. Um deine Website rechtssicher machen zu können, brauchst du zwingend zwei Seiten:
1. Das Impressum
Das Impressum ist deine digitale Visitenkarte und in Deutschland fast immer gesetzliche Pflicht (Anbieterkennzeichnung). Sobald du geschäftsmäßige Inhalte anbietest – und dazu zählt schon ein Blog mit Werbebanner oder ein Angebot deiner Dienstleistung –, musst du ein Impressum erstellen.
Wichtig: Das Impressum muss von jeder Unterseite deiner Website mit maximal zwei Klicks erreichbar sein. Platziere den Link am besten direkt im Fußbereich (Footer) deiner Website.
2. Die DSGVO-konforme Datenschutzerklärung
Sobald deine Website Daten verarbeitet (und das tut sie schon, wenn sie die IP-Adressen deiner Besucher anzeigt oder Cookies nutzt), brauchst du eine DSGVO Datenschutzerklärung. Darin erklärst du transparent, welche Daten du sammelst, warum du das tust und was damit passiert.
- Tipp für den Start: Nutze kostenlose oder günstige Rechtstext-Generatoren (wie von e-Recht24 oder WBS LEGAL). Diese führen dich Schritt für Schritt durch einen Fragebogen und erstellen dir die passenden Texte.
Teil 2: Die Festung bauen – Grundlegende Absicherung
Hacker greifen nicht nur riesige Konzerne an. Oft sind es automatisierte Bots, die das Netz nach schlecht gesicherten, neuen Websites durchsuchen. Bevor du online gehst, solltest du dein System (z. B. WordPress) absichern.
Starke Passwörter nutzen
Verabschiede dich von Passwörtern wie passwort123 oder dem Namen deines Hundes. Nutze einen Passwort-Manager und erstelle lange, kryptische Passwörter für deinen Admin-Zugang.
Login-Versuche beschränken
Bots versuchen oft über sogenannte „Brute-Force-Angriffe“, dein Passwort durch pures Durchprobieren zu knacken. Mit Sicherheits-Plugins (wie Limit Login Attempts Reloaded oder WPS Hide Login) kannst du die Anzahl der Fehlversuche begrenzen. Nach drei falschen Eingaben wird die IP-Adresse des Angreifers dann temporär gesperrt.
Teil 3: Die finale Website Launch Checkliste
Der große Moment rückt näher. Bevor das Schild „Wir sind online!“ aufgehängt wird, gehst du am besten diese drei Punkte durch.
1. Der Link-Check
Nichts wirkt unprofessioneller als ein Link, der ins Leere führt (der berüchtigte 404-Fehler). Klicke jede einzelne Seite deiner Website durch. Funktionieren die Menüs? Leiten die Buttons auf den Social-Media-Profilen korrekt weiter? Klappt das Kontaktformular?
2. Der Mobile-Test (Responsive Design)
Mehr als die Hälfte deiner Besucher wird deine Website vermutlich auf dem Smartphone aufrufen. Schnapp dir dein Handy und teste alles ausgiebig.
- Sind die Texte gut lesbar?
- Überlappen sich Bilder?
- Sind die Buttons groß genug, um sie mit dem Daumen leicht anzuklicken?
3. Kontaktformulare testen
Schreibe dir selbst eine Test-Nachricht über dein eigenes Kontaktformular. Kommt die E-Mail in deinem Postfach an? Landet sie im Spam-Ordner? Nur wenn das reibungslos funktioniert, verpasst du später keine wertvollen Kundenanfragen.
Das Fazit: Bereit für den Startschuss!
Wenn du alle Punkte dieser Liste abgehakt hast, hast du ein stabiles, sicheres und rechtlich geschütztes Fundament für dein Online-Business gelegt. Du kannst jetzt mit einem richtig guten und sicheren Gefühl deine Website live schalten. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Meilenstein!